FNB Art Joburg, die Kunstmesse in Johannesburg, zeigte einmal als erste in Afrika eine komplett mit Solarstrom betriebene Ausstellung.
Zeitgenössische afrikanische Kunst in Johannesburg
FNB Art Joburg ist eine Kunstmesse und ein kultureller Treffpunkt, der innovative Kunst aus Afrika international sichtbar macht. Die renommierte Messe findet jedes Jahr in Johannesburg in Südafrika statt, wird in der Kunstszene mit großem Interesse erwartet und zeigt moderne afrikanische Kunst in ihren vielen Formen.
Als führende Kunstmesse des Kontinents präsentiert FNB Art Joburg lokale Talente, findet weltweit Beachtung und rückt Südafrika in den Blick der internationalen Kunstdebatte. Künstler, Sammler, Kuratoren und Kunstinteressierte kommen auf der Messe zusammen und erleben, wie sich Afrikas Kreativszene entwickelt.
Geschichte: Plattform für afrozentrische Kunst
FNB Art Joburg begann 2008 unter dem Namen Joburg Art Fair. Moderne afrikanische Kunst hatte es damals schwer, auf dem internationalen Kunstmarkt Fuß zu fassen, und die Messe schuf dafür eine dringend benötigte Plattform. Mit Unterstützung der First National Bank (FNB) (öffnet in neuem Tab), eines der etabliertesten Finanzinstitute Südafrikas, gab afrikanischen Stimmen damit mehr Gewicht.
2019 erhielt die Veranstaltung den Namen FNB Art Joburg. Der neue Name stand für mehr Unabhängigkeit und einen bewussten Schwerpunkt auf afrozentrischem Erzählen. Mit der Neuausrichtung feiert zeitgenössische Kunst Identität, Erbe und Zukunft Afrikas.
Mit den Jahren ist die Messe zu einem Ort für Austausch, Debatte und Entwicklung in der bildenden Kunst auf hohem Niveau geworden. Wichtige Programme wie Gallery LAB und MAX sorgen dafür, dass experimentelle, aufstrebende und alternative künstlerische Praktiken im etablierten Kunstbetrieb deutlich sichtbar vertreten sind.
Programm und Kunstmarkt
Die Messe erstreckt sich über mehrere Tage und ist darauf angelegt, Künstler und Publikum zusammenzubringen.
- Kuratierte Galeriepräsentationen: Besucher sehen sorgfältig kuratierte Stände führender Galerien aus Afrika und anderen Teilen der Welt.
- Einzelpräsentationen: Diese Stände zeigen einzelne Künstler und ermöglichen eine intensive Begegnung mit bestimmten Werkgruppen.
- Gallery HUB: Ein zentraler Bereich mit den führenden Galerien des Kontinents, der den Austausch zwischen Sammlern, Kuratoren und Kunstschaffenden fördert.
- Gallery LAB: Ein Inkubator für aufstrebende Künstler und experimentelle Arbeiten, die die Grenzen traditioneller Kunstformen ausloten.
Außerdem stehen auf dem Programm:
- Vorträge und Podiumsdiskussionen (öffnet in neuem Tab): Führende Vertreter der Branche leiten die Gesprächsrunden und ordnen Gegenwart und Zukunft der afrikanischen Kunst ein.
- Führungen: Gut geeignet für Neulinge; die Touren folgen kuratierten Wegen durch die Ausstellung und helfen, das Gezeigte besser zu verstehen.
Sammlern, ob Einsteiger oder erfahren, bietet die Messe eine sorgfältig geprüfte Auswahl an Kunstwerken mit Anlagequalität und ist damit für ernsthafte Ankäufe gut geeignet.
Traditionelle Bräuche: Kulturerbe neu interpretiert
Obwohl die Messe in der Gegenwartskunst zu Hause ist, bleibt sie eng mit den kulturellen Traditionen Südafrikas verbunden. Viele der gezeigten Werke greifen zurück auf:
- Indigene Wissenssysteme
- Erzählungen aus den Townships
- Panafrikanische Identität
Die Werke deuten diese Elemente aus heutiger Sicht neu und zeigen, wie Geschichte und Erbe die afrikanische Kreativität bis heute beeinflussen.
Das kulturelle Angebot der Messe reicht über die Leinwand hinaus:
- Kulinarik: Food-Installationen und Pop-up-Lokale bieten alles von Bunny Chow (öffnet in neuem Tab) bis zu Fine Dining, mit Schwerpunkt auf lokalen Zutaten, Weinen und handwerklich hergestellten Produkten.
- Musik: Südafrikanische Klänge wie Jazz, Kwaito und Afrobeat bestimmen die Atmosphäre, vor allem bei Veranstaltungen nach Messeschluss und spontanen Auftritten.
Praktische Infos für den Besuch
Veranstaltungsort von FNB Art Joburg ist das bekannte Sandton Convention Centre (öffnet in neuem Tab) im gehobenen Viertel Sandton in Johannesburg. Es ist gut erreichbar und von Hotels, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten umgeben.
Tipps für Besucher:
- Erstbesucher können Führungen sowie gedruckte oder digitale Galerieführer nutzen.
- Barrierefreiheit hat Vorrang: Auf dem gesamten Gelände gibt es Rampen, Dolmetscher und Unterstützung per App.
- Kunstliebhaber sollten überlegen, ihren Aufenthalt zu verlängern und die kulturellen Sehenswürdigkeiten Johannesburgs zu erkunden, etwa Maboneng Precinct, Braamfontein, Constitution Hill, das Apartheid Museum und die Johannesburg Art Gallery.
Fazit
FNB Art Joburg macht afrikanische Innovation sichtbar und bringt Johannesburg in der internationalen Gegenwartskunst weiter nach vorn. Mit ihrer Verbindung aus Tradition, Moderne und Zugänglichkeit beeinflusst die Messe weiterhin, wie die Welt afrikanische Kunst sieht.
Erfahrene Sammler, neugierige Neulinge und Kreative sehen auf der Messe afrikanische Kunst in hoher Qualität. FNB Art Joburg entwickelt sich weiter und gehört fest zum südafrikanischen Kulturleben und ein Bezugspunkt für Kunstschaffende auf dem ganzen Kontinent.
Feiertage rund um das Festival
South Africa: gesetzliche Feiertage und Bankfeiertage von 3 Tagen vor bis 3 Tage nach den voraussichtlichen Terminen ().
Für Geschäfte, Banken und den öffentlichen Verkehr gelten voraussichtlich die üblichen Öffnungs- und Fahrzeiten.
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