Beim Sahara Festival, meist im Dezember in Douz in Tunesien, messen sich Beduinen unter dem Sternenhimmel im Dichterwettstreit „Mouroou“ und bewahren so alte mündliche Erzähltraditionen.
Sahara Festival: ein Fest des kulturellen Erbes
Das Sahara Festival (öffnet in neuem Tab) findet jedes Jahr in Douz, Tunesien (öffnet in neuem Tab) statt und feiert das multikulturelle Erbe der Sahara. Während des Festivals ist Douz, das „Tor zur Sahara“, erfüllt von traditioneller Musik, Tanz und Wüstensport.
Touristen, die Afrika authentisch erleben möchten, bekommen beim Festival einen seltenen Einblick in das Nomadenleben der Beduinen.
Geschichte
Das Sahara Festival begann im frühen 20. Jahrhundert als kleines Fest benachbarter Stämme, die ihr gemeinsames Erbe feierten. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte es sich nach und nach zu einem der beliebtesten Kulturfestivals Afrikas, zu dem Menschen aus aller Welt anreisen. 1967 erkannte die tunesische Regierung das Festival offiziell an; seitdem ist es stetig größer und bekannter geworden.
Zu den wichtigsten Entwicklungen gehörte in den 1980er-Jahren die Öffnung für internationale Teilnehmende, mit der das Festival international bekannt wurde. Heute feiert das Festival of the Sahara die tunesische Kultur und ist zugleich ein Symbol des Widerstands und der Solidarität der Menschen in der Sahara.
Programm
Geboten wird ein dichtes Programm für jedes Interesse. Zu den größten Attraktionen gehört das Kamelrennen, bei dem erfahrene Reiter auf traditionellen Kamelen in hohem Tempo und mit viel Geschick über die Dünen jagen. Beliebt ist auch die „Fantasia“, eine Reiterschau, bei der die Beduinen ihre Reitkunst zeigen.
Für Kunstinteressierte gibt es traditionelle Tanz- und Musikaufführungen, etwa den „Rakbine“-Tanz zum Rhythmus der Wüstentrommeln. Auf den belebten Souks zeigen Kunsthandwerker ihre handgefertigten Waren, von feinem Schmuck bis zu gewebten Stoffen.
Kulturelle Traditionen
Eng verbunden ist das Sahara Festival mit den Traditionen und Bräuchen der Beduinen. Zu den bekanntesten gehört der „Mouroou“, ein Dichterwettstreit, bei dem die Teilnehmenden unter dem Sternenhimmel der Wüste Gedichte vortragen. Die sehr alte Tradition zeigt, wie wichtig die mündliche Überlieferung für den Erhalt von Geschichte und Kultur der Region war.
Im Mittelpunkt steht auch das Essen: Serviert werden traditionelle Gerichte wie „Mechoui“ (Lammbraten) und „Couscous“. Die örtliche Kleidung mit langen „Djellaba“-Gewändern und leuchtend farbigen Kopftüchern trägt zur Karnevalsstimmung bei, und der Rhythmus der „Tbal“-Trommeln bleibt lange im Ohr.
Was Besucher erwartet
Das Sahara Festival findet meist im Dezember statt, wenn das Wüstenklima für Besucher angenehm kühl ist. Douz ist gut über die Straße erreichbar, und aus allen großen Städten Tunesiens, darunter Tunis (öffnet in neuem Tab) und Sfax (öffnet in neuem Tab), fahren regelmäßig Busse. Die Unterkünfte in Douz reichen von luxuriösen Wüstencamps bis zu günstigen Gästehäusern, sodass alle Reisenden etwas Passendes finden.
Wer zum ersten Mal kommt, sollte sich zurückhaltend kleiden und bequeme Schuhe tragen, denn auf dem Festival läuft man viel über sandigen Boden. Wichtig sind ausreichend Trinkwasser und Sonnencreme gegen die Wüstensonne. Intensiver wird der Besuch mit einer geführten Tour, die auch Ausflüge zu Zielen in der Umgebung wie dem Salzsee Chott el Djerid (öffnet in neuem Tab) einschließt.
Fazit
Das Sahara Festival feiert den Geist der Sahara und ihrer Menschen. Von den Kamelrennen bis zu den Gedichtvorträgen gibt jeder Teil des Festivals Einblick in das Erbe der Region.
Für erfahrene Reisende wie für Erstbesucher lohnt sich das Sahara Festival.
Feiertage rund um das Festival
Tunisia: gesetzliche Feiertage und Bankfeiertage von 3 Tagen vor bis 3 Tage nach den voraussichtlichen Terminen ().
Für Geschäfte, Banken und den öffentlichen Verkehr gelten voraussichtlich die üblichen Öffnungs- und Fahrzeiten.
Ausgaben
- 2026Voraussichtlich im Dezember 2026 · noch nicht bekannt gegebenVoraussichtlich
- 2025Vorbei










